Honig, Nahrungsmittel und Heilmittel

Honig, Lebensmittel und Medizin
Honig, ein gesundes Lebensmittel Bild: Laboko

Honig als wertvolles Nahrungsmittel kann auch Heilmittel sein

Wer bei Honig nur an Süße denkt, hat einige wichtige Infos verpasst. Echter Bienenhonig, am besten in Bioqualität, enthält neben Zucker viele gesunde Inhaltsstoffe. Es gibt sortenreine Honige, deren geschmackliche Unterschiede sehr deutlich sind. Und Honig ist auch ein Heilmittel!

Was ist drin im Honig?

Honig enthält Wasser, verschiedene Zucker, Enzyme, Aminosäuren, Proteine, Säuren, Aromastoffe, Mineralstoffe, Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Pollen, Propolis – die Liste ist jetzt schon lang, aber immer noch unvollständig.

Blütenhonige enthalten weniger Mineralstoffe als Honigtauhonige. Hier sind Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium und Chlorid zu nennen. Als Spurenelemente sind Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Chrom vorhanden. Und bei den Vitaminen findet man B1, B2, B6, Niacin, Pantothensäure und Vitamin C.

Je nach Sorte unterscheiden sich Zusammensetzung, Geschmack und Wirkung des Honigs.

Honigsorten

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal liegt in der Frage, ob es sich um einen Honigtauhonig oder einen Blütenhonig handelt.

Honigtau wird von Insekten hergestellt, oft von Blattläusen. Sie saugen den Saft der Pflanzen aus und spucken aus, was sie nicht verdauen können: Honigtau. Diese Flüssigkeit legt sich auf Blättern oder Tannennadeln ab, wo die Bienen sie einsammeln. Honigtauhonig hat einen besonders hohen Anteil an Fruchtzucker, oft ist er flüssig und besonders dunkel gefärbt.

Grundstoff für Blütenhonig sind die Blüten, aus denen Bienen Nektar saugen. Blütenhonig aus verschiedenen Blüten entstehen, etwa Frühtracht oder Sommerblüten. Als sortenrein gelten Honige, wenn die Bienen zum Beispiel in einem großen Sonnenblumenfeld oder einem Akazienwald stehen, sodass sie fast keine anderen Blüten anfliegen.

Besonderheiten einzelner Honigsorten

Der dünnflüssige Akazien– oder Robinienhonig schmeckt besonders lieblich und mild.

Edelkastanienhonig hat einen herben, fast schon etwas bitteren Geschmack. Er ist nachweislich wirksam gegen verschiedene bakterielle Krankheitserreger und Candida-Pilze.

Der hellgelbe Rapshonig kristallisiert schnell. Er schmeckt zurückhaltend süß und enthält eine große Menge an Kämpferol.

Buchweizenhonig ist dunkelbraun und feincremig. Der kräftige Geschmack ist passend zur Lebkuchenbäckerei. Dieser Honig hat die stärkste antioxidative Kapazität und wirkt hustenlindernd.

Heidehonig mit seinem herb-würzigen Geschmack gilt als kulinarische Spezialität. Mit seinem hohen Proteingehalt ist er als stärkende Nahrung gut geeignet.

Lindenblütenhonig schmeckt mild

Sonnenblumenhonig ist hellgelb, hat oft auch einen leichten Orange-Ton. Ein leckerer cremiger Honig.

Der aromatische Löwenzahnhonig kann früh im Jahr geerntet werden.

Noch eher unbekannt ist der ertragreiche milde Phaceliahonig.

Manukahonig wird aus dem Nektar der Blüten des neuseeländischen Manukastrauchs gewonnen. Er hat die höchste nachgewiesene antibakterielle Wirkung und wird zur Wundbehandlung eingesetzt. Ein kleiner Wermutstropfen: Jedes Jahr werden weltweit rund 10.000 Tonnen Manukahonig verkauft, produziert werden jedoch nur etwa 1.700 Tonnen!

Warum heilt Honig?

Bei uns gilt Honig als Aufstrich für das Butterbrot, in anderen Kulturen wird das Bienenprodukt als Medizin angesehen. Für die heilsamen Wirkungen des Honigs sind vermutlich die sekundären Pflanzenstoffe verantwortlich. Flavonoide wie Kämpferol, Naringenin oder Quercetin haben viele positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Sicherlich sind heute noch längst nicht alle Effekte bis ins letzte Detail erforscht. Bekannt sind aber z.B. antikanzerogene, entzündungshemmende, immunmodulierende, antiallergene, antivirale und antibakterielle Wirkungen.

Eine Studie konnte zeigen, dass regelmäßiger Honigkonsum beim Abnehmen half und die regelmäßige Verdauung verbesserte. Außerdem wurden Zellen des Immunsystems aktiviert.

Der tägliche Verzehr von Honig verringert den oxidativen Stress. Das ist eine rundum gute Nachricht: Honig kann so offenbar das Krankheitsrisiko durch eine hohe Radikalbelastung verringern.

 

 

 

 

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