Katzenminze – darauf fliegen auch Honigbienen

Kathenminze, Nektar und Pollen, Katzenkraut
Bild Bigstock, Foto: ArrantPariah - Katzenminze begeistert Katze wie Honigbiene

Haben Sie schon einmal eine Katze beobachtet, wie sie völlig losgelöst von dieser Welt an den Blättchen der Katzenminze schnuppert, dabei die Augen schließt und den Duft so richtig in sich aufsaugt? Die Steigerung davon ist, wenn die Katze sich schließlich direkt auf die Pflanze legt, sich genüsslich räkelnd auf den Blättern wälzt und vollkommen in ihrem Element ist. Den Namen Katzenminze (Nepeta) verdankt die Pflanze ihrer hohen Anziehungskraft auf Katzen, was seit langem bekannt ist. Man weiß bis heute noch nicht genau, was diese Attraktivität auf Katzen ausmacht. Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass der Inhaltsstoff Actinidin einer Substanz recht ähnlich ist, die nicht sterilisierte weibliche Tiere mit ihrem Urin ausscheiden. Das könnte erklären, dass sich hauptsächlich Kater davon angezogen fühlen. Die Echte Katzenminze (Nepeta cataria) wird auch Katzenmelisse genannt, im Volksmund wird sie mit Katzenkraut betitelt.

 Guter Nektarlieferant für Honigbienen

Die dunkelblau, lila, weißlich oder blassblau blühende Katzenminze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) ist auch für Honigbienen sehr attraktiv und wird deshalb als Bienenweide bezeichnet. Während der Blütezeit von etwa Anfang Mai bis Ende August/September weisen sie ein reiches Angebot an Nektar auf. Auf der Skala von 1 bis 4 haben sie die Benotung 3, das Pollenangebot hingegen fällt mit dem angegebenen Wert 1 eher bescheiden aus. Allerdings ist von Vorteil, dass die Pflanze nach den großen Massentrachten blüht und deshalb von Bienen gerne bis in den Herbst hinein besucht wird, weil sie dort Nahrung finden.

Betörender Duft

Die Katzenminze stammt ursprünglich aus Südeuropa und Vorderasien. Sie ist aber auch in unseren Breitengraden weit verbreitet und kommt bis zu einer Höhenlage von ca. 900 Metern vor. Sie wächst verwildert an Wegrändern, auf Bahnhofsgeländen, Schuttplätzen, Steinbrüchen, an Böschungen oder erobert sich ein Plätzchen zwischen Unkraut, wird aber auch als Zierpflanze in Gärten und Parks eingesetzt. Je nach Standort und Bedingungen kann sie eine Wuchshöhe von bis zu 150 cm erreichen. Katzenminze weist einen angenehm herben, zitronenartigen Duft auf, der ein wenig an Minze erinnert und dem Baldrian ähnlich ist. Besonders intensiv entwickelt sich das Aroma, wenn man die Blättchen mit den Fingern reibt. Die Pflanze mag sonnige Plätze und bevorzugt mäßig trockenen und nährstoffreichen Boden, ist oft auf sandigem und steinigem Lehmboden anzutreffen. Sie kommt auch mal mit einer Trockenheit gut zurecht.

Heilpflanze mit ätherischen Ölen

Die Katzenminze ist eine alte Heilpflanze mit ätherischen Ölen, aus der auch Tee zubereitet werden kann. Man kann hierfür die frischen Blätter nehmen oder aber getrocknete Blätter und Blüten. Dem Heilkraut wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt, im Altertum wurde sie unter anderem äußerlich und innerlich bei Erkältungskrankheiten, Bronchitis oder bei Magenverstimmungen eingesetzt.

 

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