Nie wieder Frischhaltefolie abreißen!

Nie wieder Frischhaltefolie abreißen
Bild: Bigstock, Photo: Kosolovskyy

Baumwolltücher, die mit Bienenwachs getränkt sind, stellen eine ökologisch kluge Alternative zu Frischhaltefolie dar. Man kann mit diesen Tüchern Schüsseln abdecken, Schulbrote oder Wraps einwickeln und Kuchen oder Käse frisch halten. Nach dem Gebrauch werden sie feucht abgewischt – fertig. Allerdings sollte man zum Reinigen höchstens lauwarmes Wasser benutzen, damit das Wachs nicht schmilzt. Hygienisch sinnvoll ist von Zeit zu Zeit auch der Einsatz von Essigwasser. Einziger Nachteil: für das Einwickeln von rohem Fisch und Fleisch sind Bienenwachstücher nicht wirklich gut geeignet.

Wo kann man Bienenwachstücher kaufen?

Bienenwachstücher gibt es von verschiedenen Firmen und in verschiedenen Größen.

Man kann die Tücher immer wieder einsetzen, allerdings ist ihre Lebenszeit naturgemäß begrenzt. Wenn nach Monaten das Wachs etwas brüchig wird, kann man sie im Backofen erhitzen, um das Wachs wieder zu schmelzen. Auch Reparatursets aus Bienenwachs werden auf dem Markt angeboten. Und wenn sie gänzlich unansehnlich geworden sind, kann man die Tücher immer noch zum Anzünden des Kaminofens benutzen.

Gut, wenn die Bienenwachstücher komplett aus Bio-Produkten hergestellt sind.

Ein Set kostet zum Beispiel

26,90 Euro bei https://www.little-bee-fresh.de

23,50 Euro bei http://www.wildwaxtuch.de

Selber machen!

Es ist kein Hexenwerk, so ein Bienenwachstuch selbst herzustellen. Man braucht ein passendes Stück Stoff aus Baumwolle oder Leinen. Es lohnt sich, gleich ein paar Tücher mehr in unterschiedlichen Größen herzustellen. Kleiner Tipp: als Mitbringsel sind sie sehr beliebt!

Den Stoff kann man mit einer Zackenschere in die richtige Größe schneiden, dadurch erspart man sich das Versäubern und Umnähen der Kanten.

Dann wird natürlich Bienenwachs (gerieben oder Pellets) benötigt, außerdem etwas Propolis, Öl und eventuell Baumharz.

Der wichtigste Schritt ist es, das Wachs in den Stoff zu bekommen. Dafür gibt es drei Methoden:

  • das Wachs mit einem Bügeleisen in den Stoff bügeln
  • das Tuch auf ein Stück Backpapier in eine Auflaufform in den Ofen legen, es mit dem Wachs bedecken und den Ofen auf etwa 90°C stellen
  • Wachs im Wasserbad schmelzen und mit einem Pinsel direkt auf den Stoff auftragen

Warum Öl, wozu Propolis?

Wenn man nur Wachs benutzt, wird das Tuch ziemlich steif. Um es elastischer zu machen, gibt man zum Wachs einfach etwas Öl hinzu. Manche Anwender empfehlen Jojobaöl, aber es funktioniert auch mit anderen pflanzlichen Ölen, zum Beispiel Kokos-, Raps-, Distel- oder Sonnenblumenöl.

Man kann das Wachs auch noch mit Propolis ergänzen, weil es dem fertigen Tuch eine keimhemmende Wirkung verleiht.

Vorsicht, Bienenwachs!

Bei allen Methoden sollte man sehr vorsichtig sein, damit man weder Herd noch Bügeleisen oder Backofen mit Wachs überzieht. Bei der Bügeleisen-Methode legt man den Stoff am besten zwischen zwei große Bögen Backpapier. Auch im Backofen hilft Backpapier dabei, das Blech oder die Auflaufform vor dem Wachs zu schützen. Eventuell streicht man zum Schluss mit einem Pinsel noch einmal über den Stoff, damit das flüssige Bienenwachs wirklich gut verteilt ist.

Wenn die Tücher mit Wachs getränkt sind, muss man sie nur noch an einem trockenen, kühlen Ort trocknen lassen, zum Beispiel auf dem Backrost oder an der Wäscheleine.

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